Lyrek
Silbern glänzend steht der volle Mond am Himmel,
kleine Wolken, zuweilen, sie ziehen an ihm vorbei.
Kann so genießen, diesen wundervollen Augenschein,
er taucht mich ein, in die Unendlichkeit des Seins.
Danach verweile ich am Ufer eines Flusses.
Dort umströmt mich der Wellen Klang.
In der Tiefe blauschwarze Strudel kreisen,
von sich gebend einen betörenden Gesang.
Es leuchtet, blinkend überm Firmament.
Sterne, Sternchen tausendfach.
Welch glanzvolle Pracht, die staunend mich ergreift,
was sonst nur ein Traum, mir hätte gereicht.
Um mich beginnt das Leben neu zu erwachen.
Erst unmerklich, dann, sanft sich ausbreitend.
Es summt, es brummt, es zwitschert und zirpt,
immer bunter und lauter es für sich wirbt.
Es folgt ein Crescendo des beginnenden Morgens.
Nie gleich, sondern stets neu komponiert.
Ich vernehme den Klang der himmlischen Harfe,
vom rötlich schimmernden Firmament serviert.
So lausche ich der Vielfalt der Stimmen der Nacht.
Sie klingenrein und unverfälscht,
fast mystisch, wie aus einer anderen Welt.
Sie werden schwächer, als das Licht den Morgen erhellt.
Schon fühle ich die Wärme der aufgehenden Sonne.
Ihre Strahlen erwecken in mir neue Kraft.
Sie wirken wie ein Zaubertrank des Lebens,
vorbei ist mein Traum der Nacht.